dienstag, 14.9.1999
dank meines guten schlafs verpasse ich am naechsten morgen das fruehstuck. als ich aus
dem bus krieche, ist gerade der abwasch vorbei, und ich muss mich selber auf die suche
nach einem kaffee machen.
heute fahren wir weiter nach flagstaff. unterwegs melden sich bei einigen bereits nach
kurzer fahrzeit gewisse beduerfnisse, und ace moechte nicht schon wieder anhalten.
schliesslich gibt es bus den sogenannten "funnel", eine geniale einrichtung
vorne im kasten beim feuerloescher in form eines trichters mit schlauch, der ins freie
fuehrt (so etwa system SBB). geeignet natuerlich eher fuer maenner, aber die haben ja auch
meistens die volleren blasen. die benutzung erweist sich allerdings als tueckisch, denn
wie soll einer diese piss-roehre nutzen neben einer weiblichen busfahrerin und einem
36-koepfigen publikum im genick, dass ermunternd bruellt wie bei einem home-run in einem
baseballspiel. drei iren nehmen die herausforderung an, schaffen aber die ueberwindung der
inneren blockade nicht, und so zeigt ace schliesslich erbarmen und biegt auf einen
rastplatz ab.
dafuer duerfen uns die iren in flagstaff in ein irisches-pub entfuehren, wo gerade drei
musiker melancholisch ihre irischen weisen zum besten geben. nach einer stunde ist eine
eine party im gange, wie ich sie selten erlebt habe. alles tanzt und laermt, dass man die
musik kaum mehr hoeren kann. um zwoelf muessen wir aber in den bus zurueck, und ich kann
sagen, dass ich von flagstaff nur ein irisches pub gesehen habe, aber wie!
nachts um 4 kann ich dann in aller ruhe den "funnel" ausprobieren, alles
schlaeft, john geht sogar ein wenig vom gas, und so geht mein guiness halt eben seinen
ganz besonderen weg.