Wednesday Sept. 15
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| Canyon the Chelley | |
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| Remains of Anasazi habitations | In the Canyon |
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| Our horses ... | ... and here we go! |
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| As for me, I wasn't smiling all the time ... | ... but it was wonderful! |
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| On the way to the "Valley of The Gods" | Driving impressions |
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| Ace and John, our drivers | Sunset in the "Valley of The Gods" ... |
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| ... sitting around the campfire | |
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mittwoch, 15.9.1999
der naechste morgen erwartet uns am canyon de chelly, ein naturwunder von ergreifender schoenheit. erschlaegt einen der grand canyon vor allem auch einfach wegen seiner schieren groesse, stehst du bei diesem ziemlich kleinen canyon einfach am rand oben und schaust unglaeubig hinab. die vielen farben, auch wiesen und baeume, lassen das ganze wie ein kleines paradies erscheinen. das haben wohl auch schon von unzaehligen jahren die anasazi gespuert, die in die felsnischen ihre steinhaeuser hineingebaut haben. allerdings sind diese indianer-vorfahren laengst wieder verschwunden, noch bevor die navajos diese gegend besiedelten.
uebrigens: wir befinden uns bei der ganzen tour in der riesigen "navajo indian reservation", und ich habe das neueste buch von tony hillerman bei mir, dessen navajos-krimis in dieser gegend spielen, "the first eagle". es ist toll, im bus zu sitzen und diese gegend in mich aufzusaugen, von der ich schon soviel gelesen habe.
wir erforschen den canyon de chelly on horseback, was ein einmaliges erlebnis ist. 2 stunden lang durch das seichte wasser des flusses zu traben, ist aber auch eine nicht zu unterschaetzende koerperuebung; ich bin nicht der einzige, dessen gaul schon beim aufsteigen klar registriert, wen er da auf dem ruecken hat: "mister null komma null ahnung!"
bevor wir ins "valley of the gods" abbiegen, erlaeutert uns ace, dass es mit dem alkohol wohl etwas schwieriger werden koennte, wir befaenden uns in utah, das von den mormonen dominiert wird und ziemlich strenge moralgesetze hat. besorgnis auf einigen gesichtern: "trocken" in der wueste? es gelingt dann doch noch, an einer raststaette bier zu bekommen, und die vorraete werden ergaenzt. ich bemerke zu ace, dass es doch komisch sei, dass hier das bier billiger ist als anderswo, wo man doch besser gar keins trinken sollte. meint sie so nebenbei, es haette ja auch nicht viel alkohol drin. alles stuerzt sich sofort auf die bier-cans, um die alkohol-deklaration zu kontrollieren, aber es ist nirgends ein promille-wert zu finden, was wohl nichts anderes heisst, als dass der wert so tief ist, dass er nicht aufgefuehrt werden muss.
wir campen im "valley of the gods", und mein wuestenerlebnis vom death valley wiederholt sich hier. auf einer staubigen fahrspur fahren wir weit in dieses unbewohnte tal hinein, unglaubliche felsformationen, roter sand, die untergehende sonne ueberflute die landschaft.
david hat seine gitarre herausgeholt, die mittlerweile nur noch 4 saiten hat, und wir singen am lagerfeuer unter einem sagenhaften sternenhimmel.